Wirtschaftsförderung Friedrichsdorf unterstützt Projekt zur Berufsorientierung
Friedrichsdorf. Oberursel. Bad Homburg. Mit dem Projekt „Werkstatt-Tage Plus“ hat der Arbeitgeberverband HESSENMETALL Rhein-Main-Taunus eine Praktikumsalternative für die Schülerinnen und Schüler des Hochtaunuskreises gestartet.
Die „Werkstatt-Tage Plus“ machen Berufsbilder praktisch erlebbar. Für die Umsetzung vor Ort arbeitet HESSENMETALL Rhein-Main-Taunus mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. Frankfurt zusammen. In den Räumen und Werkstätten des Bildungswerks in Heddernheim durchlaufen zehn Jugendliche der Hans-Thoma-Schule aus Oberursel fünf Tage lang Stationen zu den Berufsfeldern Metall, Elektro und Holz. Sie erhalten so erste Einblicke in typische Arbeitsmaterialien und bauen kleine Werkstücke, etwa eine funktionstüchtige Alarmanlage.
„Berufsorientierung und Fachkräftesicherung sind wichtige Themen für unsere Metall- und Elektrounternehmen. Unsere Betriebe suchen stetig motivierte Nachwuchstalente. Mit unserer Initiative Werkstatt-Tage Plus ermöglichen wir den Schülerinnen und Schülern nicht nur praktisches Lernen außerhalb der Schule, sondern auch einen persönlichen Austausch mit den heimischen Ausbildungsbetrieben“, sagte Friedrich Avenarius, Geschäftsführer von HESSENMETALL Rhein-Main-Taunus.
Die Wirtschaftsförderung Friedrichsdorf ist Sponsor der „Werkstatt-Tage Plus“. „Es ist schön zu sehen, dass die Jugendlichen verschiedene Berufe praktisch erleben und so wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Lebensweg sammeln können. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt. Das praxisnahe Aufzeigen der Ausbildungsmöglichkeiten ist essenziell, um die Nachwuchskräfte von morgen zu gewinnen“, ergänzte Lars Keitel, Bürgermeister der Stadt Friedrichsdorf.
Maschinenbauunternehmen RINGSPANN präsentiert Ausbildungsmöglichkeiten
David Löser, Personalleiter des Maschinenbauunternehmens RINGSPANN aus Bad Homburg, stellte an einem Vormittag den Hans-Thoma-Schülern die Ausbildungsberufe des Betriebes vor. „Wir bilden Industriekaufleute, Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker aus. Weiterhin bieten wir dualen Studierenden die Möglichkeit, einen Bachelor- oder Masterabschluss zu erlangen. Die Azubis in den technischen Berufen erhalten eine besonders abwechslungsreiche Ausbildung, die wir gemeinsam mit unserem Bildungspartner Provadis im Industriepark Höchst sicherstellen. Sowohl bei uns als auch bei Provadis erwarten unsere künftigen Facharbeiter hochmoderne Maschinen“, berichtete Löser. RINGSPANN wurde 1944 gegründet, beschäftigt weltweit 500 Mitarbeiter in 17 internationalen Gesellschaften und zählt zu den führenden Herstellern von Industriefreiläufen, Bremsen, Kupplungen und Welle-Nabe-Verbindungen. Das familiengeführte und mittelständische Unternehmen hat sich auf Antriebstechnik und Spannzeuge spezialisiert.
„Glücklicherweise gibt es mit den Werkstatt-Tagen Plus ein echtes Erlebnis außerhalb des Klassenraums für unsere Schülerinnen und Schüler. Nach zwei Jahren Pandemie sind die vielseitigen Werkstätten eine willkommene Abwechslung“, meinte Christoph Wolff, Lehrer und Berufskoordinator an der Hans-Thoma-Schule in Oberursel. „Wir freuen uns sehr, dieses Projekt in unseren Räumlichkeiten anzubieten und mit unseren Teams umzusetzen. Die Jugendlichen lernen nach all den Monaten unter den coronabedingten Einschränkungen nun ganz direkt und praktisch Berufe und Tätigkeiten in einem außerschulischen Rahmen kennen“, erklärte Anna Heißt, Teamleiterin beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V.
Eindrücke der Schülerinnen und Schüler…
„Mir hat der Bereich Elektro gut gefallen, weil es mir gut erklärt wurde und ich es dann umsetzen konnte.“ (Schüler)
„Alle Bereiche waren gut aber besonders der Bereich Elektro hat mir viel Spaß gemacht. Eine Alarmanlage zu bauen war interessant.“ (Schülerin)
„Ich fand den Bereich Holz am Besten und das wir eine Woche außerhalb der Schule sein konnten.“ (Schüler)
„Der Bereich Elektro war einfach zu verstehen und nicht so anstrengend wie der Holz und Metall Bereich.“